Die Katze, die Bahnhofsvorsteher wurde – und eine ganze Eisenbahnlinie vor dem Bankrott rettete
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Im Jahr 2007 stand das japanische Unternehmen Wakayama Electric Railway am Rande des Bankrotts. Die Kishigawa-Linie – eine kleine Provinzbahnlinie in der Präfektur Wakayama – verlor jedes Jahr Geld. Die Behörden erwogen, sie für immer zu schließen.
Dann bemerkte jemand die Katze.
Tama war eine gewöhnliche dreifarbige Katze, die seit Jahren in der Nähe des Bahnhofs Kishi lebte. Die Einheimischen fütterten sie, und sie spazierte auf dem Bahnsteig herum. Niemand schenkte ihr besondere Beachtung.
Bis zu dem Tag, an dem der neue Manager der Linie – Mitsunobu Kobayashi – eine unglaubliche Entscheidung traf: Er ernannte Tama zum offiziellen Bahnhofsvorsteher.
Sie bekam eine Mütze. Sie bekam ein Abzeichen. Sie bekam einen offiziellen Vertrag – ihr Gehalt war Katzenfutter.
Das Ergebnis war unglaublich.
Touristen begannen, aus ganz Japan anzureisen – nur um die Bahnhofsvorsteher-Katze zu sehen. Die Medien berichteten weltweit über die Geschichte. Die Einnahmen der Linie stiegen allein im ersten Jahr um über 1,1 Milliarden Yen.
Tama erfüllte ihre Pflichten ernsthaft. Jeden Tag saß sie am Schalter, begrüßte die Fahrgäste, ließ sich fotografieren. Die Japaner verehrten sie.
Im Jahr 2015 starb Tama im Alter von 16 Jahren. Ihre Beerdigung war eine offizielle Zeremonie. Tausende von Menschen kamen, um Abschied zu nehmen.
Heute gibt es am Bahnhof Kishi ein Heiligtum zu ihren Ehren. Die Züge sind mit ihrem Bild geschmückt. Und die Linie – die geschlossen werden sollte – ist immer noch in Betrieb.
All das, weil eine Katze beschloss, am Schalter zu sitzen.
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